
Sissi kommt nach Österreich
Die Mutter von Kaiser Franz Joseph von Österreich, Erzherzogin Sophie suchte nach einer geeigneten Braut für ihren Sohn. Sie hatte ihn zunächst mit Prinzessin Maria Anna, der Nichte des preußischen Königs, dann mit der sächsischen Cousine, Prinzessin Maria Sidonie verheiraten wollen, war aber im ersten Fall am Widerstand Berlins, im zweiten Fall an der ablehnenden Haltung Franz Josephs gescheitert. Daraufhin fasste Sophie eine Verbindung mit dem Haus Wittelsbach ins Auge. Sie und ihre Schwester, Herzogin Ludovika in Bayern, bestimmten deren älteste Tochter Helene (genannt Néné) zur Braut des jungen Monarchen. Im Sommer 1853 sollten die beiden sich in Bad Ischl verloben. Herzogin Ludovika reiste mit ihren beiden Töchtern, Helene und Elisabeth, anlässlich des bevorstehenden Geburtstages des jungen Kaisers, am 16. August 1853 nach Bad Ischl, aber Franz Joseph zog unerwartet die 15-jährige Elisabeth ihrer
Schwester Helene vor. Am 18. August hielt er um die Hand seiner Cousine an. Elisabeths Eltern stimmten zu. Der Herzog gab seiner Tochter eine Mitgift von 50.000 Gulden, dazu Kleider und Schmuck. Am 20. April 1854 verließ sie München, reiste nach Straubing und von dort an Bord des Raddampfers „Franz Joseph“ nach Wien. Am 24. April 1854 erfolgte in der Wiener Augustinerkirche vor 70 Bischöfen und Prälaten die Trauung durch Kardinal Joseph Othmar von Rauscher. Wann es das erste „Busserl“ gegeben hat, blieb bis heute verborgen.
Sissi Busserl



